Zur Zeit gibt es bei der UNO wohl Bemühungen, die Diffamierung von Religionen als neue Form des Rassismus zu brandmarken. (Ein wenig – sprachlich zugegebenermassen holprigen – background kann man hier nachlesen)
Mein erster Gedanke dazu war: Jawohl, richtig so. Schließlich ist es ja in der Tat so, dass gerne auf Religionen, momentan bevorzugt dem Islam, rumgehackt wird um im Grunde rassistische Resentiments durchzusetzen.
Aaaaaaber… Diffamierung ist das Verbreiten von Meinungen und Gerüchten und da frage ich mich schon, wie man eigentlich selbiges so abgrenzen kann, dass nicht plötzlich die Meinungsfreiheit eingeschränkt wird?
Überhaupt: Warum nicht auch gleich Parteien vor Diffamierung schützen? Uh… oh…
Außerdem: In vielen Ländern (so z.B. auch in Deutschland) ist Gotteslästerung und die Verletzung religiöser Gefühle ohnehin unter Strafe gestellt. Einfach mal selbst nachlesen:
| § 166 Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen (1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören. |
Reicht das nicht völlig?
Ich bin jedenfalls dagegen, noch mehr Regeln aufzustellen, was gesagt werden darf und was nicht. Es gibt meiner Meinung nach ohnehin schon zu viele Einschränkungen und mehr als genug Schutz für religiöse Meinungen.
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