The Jelly Donut - Dirk geekin' out

I demand reality 2.0 with unlimited undo!

Still haven’t found what I’m looking for…

June 23
by Dirk 23. June 2010 09:04

Ich gestehe… ich bin hin- und hergerissen.

Als Twitter noch jung war, gerade mal ein Jahr oder so, stellte ich ein paar Freunden, die absolut begeistert davon berichteten die berühmte “what the…”-Frage. Die Antwort, die ich bekam war “Du musst es ausprobieren um seinen Sinn zu erkennen”.

Ich probierte, wurde süchtig, sammelte 600 Follower ohne gross etwas dafür zu tun und twitterte von meiner eigenen Semi-Wichtigkeit getragen bis zu 50 Tweets am Tag in die Welt.

Irgendwann traf mich dann ein Anfall von Selbstwahrnehmung (argl) und ich erkannte, dass ich meist Twitter als eine Art Entschuldigung nutzte, mich vor ungeliebten Aufgaben doch noch 2 Minuten länger zu drücken.

Ausserdem stellte ich fest, dass ich kaum einen meiner Follower kannte… und kam zu dem Schluss, dass meine Zeit bei Twitter abgelaufen war.

Ich wurde also Facebook- und XING-citizen. Die Idee war, FB für private Kontakte und Xing für Business zu nutzen. Nur tat sich da bald ein Problem auf: Mehr und mehr Businesskontakte wollten mit mir ver-facebooked sein (und ich lehnte sie ab) und umgekehrt gibts immer weniger Xing-Aktivität.

Inzwischen bin ich wieder auf mein traditionelles Blog gefallen und immer mal wieder unzufrieden über fb, xing und co. Twitter fehlt mir zugegebenermaßen auch manchmal, war es doch auch ganz unterhaltsam, das konstante “buzzing” zu verfolgen. Auch wenn es Zeit kostete…

Zwischendurch machte ich dann Ausflüge zu “friendfeed” (tja… was ist deren Mehrwert gleich wieder?), testete LinkedIn (zu unübersichtlich), warf einen Blick auf Jaiku (dann doch lieber Twitter) und frage mich gerade ob Tumblr vielleicht die perfekte Wahl für mich ist. *Rätsel*

Wahrscheinlich bleibe ich dann doch wohl eher bei meinem Blog… oder warte auf das perfekte Framework da draußen :-)

Was meint ihr dazu? Wie nutzt ihr facebook & co? Wo seit ihr angemeldet? Macht ihr einen Unterschied zwischen Business- und Privat-Kontakten?

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Österliche Spass-Surfliste

April 04
by Dirk 4. April 2010 14:20

Diesmal etwas länger, bunter und stellenweise skurriler als sonst… Ich hatte Zeit und Spass :-)

Bild: Nicht das Original, dafür aber mal eine wirklich so richtig abgedrehte Kuh

Langeweilekiller: Auf der Suche nach sinnlosen Seiten? Pointlessites.com hilft weiter. Ist allerdings ein grandioser Zeitfresser…

Tool: Die 3D Grafikengine in Excel ist ein Klassiker, der immer mal wieder wert ist, verbreitet zu werden.

Abkürzung: SINA steht für “Society for Indecency to Naked Animals” und mag ja sinnlos und ein hoax sein, aber was solls… Übrigens gibts ganz in der “Nähe” auch ein April Fools Day Archive

Infografik: Durch China zensierte Schlüsselworte und Webseiten in einer netten Infografik

Bild: Dieser Blick auf den CNTower in Toronto ändert sich je nach Mausposition.

Statistik: In Echtzeit sehen, wieviele Menschen geboren werden, sterben oder bei Google suchen… Und viele mehr bei Worldometers. Favoritenverdächtig!

Browsergame: Betäube das Schaf bevor es entkommen kann. Die andere Art Schäfchen zu zählen…

Text: Eine kostenlose Online-Bibliothek. Viel Lesestoff.

Bild: Man zweifelt bei dem Bild, aber der Text offenbart: Die Frau geht doch einer ganz sittlichen Beschäftigung nach…

Browserapp: Sinnfrei aber spassig, das Online-Kaleidoskop-Basteltool :-)

Liste: Wer es intellektuell mag, kann hier eine Liste bahnbrechender philosophischer Werke anschauen…

Video: Ich bin sowieso TED Fan. In diesem TED Video demoed Johnny Lee eine ganze Reihe coole WII Remote Hacks. Cool.

Video: Boah, kann der Typ gut klettern und der hier gut skateboarden

Cartoon: Blue Dogs… Fearsome fiscal watchdogs

Bild:  Ganz eindeutig. So sind Frauen.

Browsergame: Ich würde ja zu gern wissen, warum dieses sinnlose weisse springendes Winterglöckchenhäschen doch irgendwie süchtig macht.

Grusskarte: Verschicke einen virtuellen Rosenstrauss an den/die Liebste(n)… Selbstgebunden, selbstverschickt.

Infografik: Charakterinteraktionen im Herrn der Ringe fallen etwas… nun ja… verwirrend aus…

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Woran glauben Atheisten?

March 26
by Dirk 26. March 2010 13:44

Ich bin seit neuestem auf dem Podcast Trip… meine morgendlichen S-Bahnfahrten gehören den Zeit Audioartikeln, Bayern 2 Radio Wissen, der Audioversion von heute.de und den ABC Worldnews. Macht richtig Spass und ich fühle mich rundum informiert sobald ich in Lohhof aus der Bahn steige.

Überhaupt finde ich Radio Wissen auf Bayern 2 sehr gelungen. Da ging es kürzlich darum, was Atheisten im Unterschied zu religiösen Menschen eigentlich glauben. (hier nachhören)

Darin kommt Prof. Dr. Armin Nassehi zu Wort und hilft bei der Definition und Verortung der verschiedenen Begrifflichkeiten. War sehr angenehm anzuhören.

Er nimmt keine Position in die eine oder andere Richtung ein, aber er stellt irgendwann fest, dass die grundsätzliche Diskussion zwischen Atheisten und Religiösen daran krankt, dass sie mit völlig unterschiedlichen Denk- und Argumentationsmuster agieren.

Irgendwann trifft er allerdings eine Aussage, die bei mir immer noch nachhallt: “Sie [die atheistischen Theorien] haben nicht akzeptiert und können nicht verstehen, dass eine Glaubensaussage/eine religiöse Aussage etwas anderes ist als eine naturwissenschaftliche Aussage. Die glauben, dass man mit Wissenschaft Gesamtsinnaussagen über die Welt machen können muss. Und das ist naiv.”

Hm…

Da werfen sich bei mir mehrere Fragen auf. 

1. Glauben Atheisten denn wirklich, dass man mit Wissenschaft Gesamtsinnaussagen über die Welt machen können muss?

Zumindest ich für mich muss das erst einmal verneinen. Gerade die Behauptung, es müsse einen Gesamtsinn geben, ist doch schon eine zutiefst religiöse, womöglich sogar DIE Kernannahme hinter den meisten Religionen. Ich als Atheist (also als Mensch, der behauptet zu wissen, dass es keinen Gott gibt) habe und hatte nie den Anspruch, Gesamtsinn in allem zu sehen. Warum können wir uns als Menschen nicht einfach mal hemmungslos der Annahme hingeben, dass alles auch zufällig sein könnte? Wer sich mit Erkenntnistheorie beschäftigt kennt ohnehin viele Mechanismen die darauf hindeuten, dass viele vermeindliche Zusammenhänge und Sinndeutungen auf Beobachtungs- oder Denkprozessen beruhen und nur wie sinnvolles Handeln scheinen.

Ich habe noch nie einen Atheisten gehört, der versucht hat, allgemeingültige Gesamtsinnaussagen zu treffen. Was Atheisten allerdings gerne tun: vehement auf unsinnige rekigiöse Aussagen hinweisen und dieses dann oft mit wissenschaftlichen oder logischen Argumenten. Ich finde es dabei schön zu sehen, dass Atheisten noch nie ein “Joker”-Argument nach dem Strickmuster “Die Diskussion kann man deswegen nicht führen weil Gott jenseits der menschlichen Logik und unseres Verständnisses liegt” benötigen.

Aber Gesamtsinn? Das ist doch in sich ein Konzept, dass eigentlich nur jeder für sich und rein emotional beantworten kann, oder?

2. Was genau ist der Unterschied zwischen einer religiösen und einer nicht-religiösen Aussage?

Sind nicht beides einfach nur Aussagen?
Wenn ich nun als Haupt-Unterscheidungsmerkmal den Gegenstand der Aussage annehme (also ob ich sage “Der Himmel ist blau” vs. “Es gibt ein Leben nach dem Tod”), so sehe ich immer noch nicht warum man derartige Aussagen nicht analytisch bearbeiten, widerlegen oder auch als sinnfrei entlarven kann.

Ich vermute, es gibt richtige, falsche und neutrale Aussagen, jeweils in der Geschmacksrichtung “belegbar”, “wiederlegbar” und “indifferent”.

 

Ein paar Links zum Thema:


Bund für Geistesfreiheit (BfG): http://www.bfg-bayern.de/dragonfly/index.php 

Lehrstulseite von Prof. Dr. Armin Nassehi: http://www.ls1.soziologie.uni-muenchen.de/index.html’

Radio Wissen “Faszination Glauben”: http://www.br-online.de/bayern2/radiowissen/radiowissen-atheismus-glauben-ID1267539491608.xml

The Internet Sacred Text Archive: http://www.sacred-texts.com/

Wikipedia zu “Atheismus”: http://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus

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Entscheidungstypen

March 19
by Dirk 19. March 2010 02:28

Mein geschätzter Kollege und Freund Frank Fischer hat kürzlich in seinem Blog über den Unterschied zwischen Lab Developer und Projekt Developer nachgedacht.

In kurzen Worten ist der Hauptunterschied, dass der Lab Developer ein schneller, risikofreudiger und kreativer, dafür oft etwas weniger gewissenhafter and ausdauernder Entwickler ist während ein Produktgruppen Entwickler in vielen Kategorien genau gegenteilige Werte lebt. Während die Stärken des einen im Prototyping und schnellen Entwickeln interessanter Tools liegt, ist letzterer der perfekte Entwickler um ausdauernd an arbeitsintensiven Projekten zu arbeiten.

Der Punkt hier ist: Es braucht beide um ein modernes, innovatives Produkt zu entwickeln. Es ist nur eine Frage der Positionierung.

Kürzlich sassen Frank und ich beisammen und dachten über Macht, Leadership, Softwareentwicklung und Projektmanagement nach. Dabei stellte ich die Vermutung an, dass das Konzept sich auf Manager und Projektleiter ausdehnen ließe.

Ein “Lab Manager” ist jemand, der seine Ziele verstärkt aus dem Bauch heraus, mit Kreativität aber höherem Risiko angeht. Er denkt nicht alles durch, ist dafür aber auch gerne mal schneller am Ziel. Stellt sich unterwegs aber heraus, dass Durchhaltequalitäten gefragt sind, wird es für ihn schwierig. Ausserdem kann es passieren, das er von seinem Bauchgefühl getäuscht wurde und auf die falsche Strategie setzt was durch mehr Bedachtheit verhinderbar gewesen wäre.

Der “Produktgruppen Manager” hingegen hat ein größeres Sicherheitsbedürfnis als der “Lab Manager”. Er rechnet durch, entscheidet vorsichtiger, steckt mehr Arbeit in die Erprobung und Sichtung verschiedener Taktiken und stellt sicher, dass er – sobald er sich zur Fortbewegung entschlossen hat – auch garantiert am Ziel ankommt. Unter Umständen dauert das halt dann ein wenig länger als beim quirligen Kollegen…

Frank fand die Überlegung interessant und fügte ein weiteres Element hinzu:
Womöglich gibt es eine dritte Rolle im Spiel, einen Manager, der eine Art Moderator spielt und dadurch oft in vorgesetzte Positionen gespült wird. Er bedient sich häufig an den Ergebnissen der anderen zwei Managementtypen, trifft aber selber keine echten originären Entscheidungen sondern überlässt das oft seinen untergeordneten Mitarbeitern.

Ich würde ja zu gern mal all diese Gedanken und Modelle neben den Myers-Briggs Typenindikatorhalten. Er ergibt eine auf der Arbeit von C.G. Jung basierende Persönlichkeitstypisierung und kennt Entscheidungstypen. Vielleicht finde ich demnächst mal Zeit, ein wenig Statistik dazu auszugraben…

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72 Jungfrauen

March 05
by Dirk 5. March 2010 16:37

Menschen glauben schon an seltsame Dinge…

Zum Beispiel daran, dass sie von 72 Jungfrauen freudig erwartet werden sobald sie sich in die Luft gesprengt und dabei möglichst viele Ungläubige mit in den Tot gerissen haben…

Wenn man ein wenig gräbt (und Brad hat das in seinem Blog für uns getan) findet man heraus, dass diese Vorstellung von einem Satz von Mohammed herrührt. Natürlich kann man auch sicher sein, dass die allermeisten modernen Muslime die Idee von 72 Jungfrauen im Himmel ungefähr so ernst nehmen wie aufgeklärte Christen glauben, dass eine sprechende Schlange an allem Übel der Welt schuld ist. Aber naja… wir alle wissen: es gibt in der Tat Christen, die die Bibel wörtlich nehmen. Also wird es dann wohl auch Muslime geben, die ihrerseits jeden Blödsinn für die Wahrheit halten.

Also versuchen wir doch mal kurz für die paar Typen, die es dann doch wörtlich nehmen, ein wenig “fremdzudenken”:

- Mal angenommen, männliche Martyrer bekämen tatsächlich 72 Jungfrauen… Was bekommen dann eigentlich weibliche Märtyrer? 72 Jungmänner?! Das wäre ja wohl ein richtig schlechter Tausch, oder? Mal davon abgesehen: Hat sich eigentlich schonmal jemand die Frage gestellt *warum* die alle noch Jungfrauen/männer sind?

- Es wird behauptet, es handele sich eigentlich um einen Übersetzungsfehler und bei korrekter Übertragung hätte Mohammed eigentlich nicht von 72 Jungfrauen sondern von 72 weissen Rosinen, zur damaligen Zeit eine unbezahlbare Delikatesse, gesprochen. Man stelle sich das Gesicht des hoffnungsvollen Selbstmordattentäters vor wenn er bei Ankunft im Himmel seine Schüssel ausgehändigt bekommt und über den Fehler aufgeklärt wird…

Und last but not least… warum nochmal sind 72 Jungfrauen eigentlich überhaupt wünschenswert? Kann so viel Streß wirklich paradisisch sein? :-)

image 

Danke, Audra, für die Inspiration zu diesem Posting… :-)

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