Macht ist ein wirklich komplexes Thema, interessanterweise eines, das jetzt für zwei meiner Paper relevant wird. DD101 fordert mich auf, einen Essay über die Rolle von Macht bei der Gestaltung der Gesellschaft […]” zu schreiben und in B120 geht es in Buch 5 ein ganzes Kapitel lang über die “3 Faces of power”.
Dieses Modell entstammt der Feder von Steven Lukes, der es in Power: A Radical View ausführlich beschrieben hat.
Demnach können drei Ausprägungen (Dimensionen oder “Faces”) unterschieden werden in denen Macht auftaucht:
1. Zwischenmenschliche Machtausübung fokussiert auf beobachtbares Verhalten bei Entscheidungsprozessen. Das ist die einfachste Form von Macht. Person A übt Macht aus um Person B zu Handlungen zu bringen, die Person B andernfalls nicht getätigt hätte.
2. Organisatorische-strukturbedingte Macht: Diese Form der Macht ist gelegentlich schwerer zu identifizieren als erstere. Hier liegt der Fokus nicht nur auf der tatsächlichen Machtausübung sondern es wird auch betrachtet, wann welche Entscheidungen “treffbar” sind, welche Diskussionen überhaupt geführt werden und wer durch wen oder was “ermächtigt” wird, Macht auszuüben. Während in 1. nur beobachtbare Handlungen betrachtet werden, wird in 2. und 3. auch das Nicht-Handeln oder das Nicht-Entscheiden berücksichtigt.
3. Kulturelle-Soziologische Macht: In jeder Gesellschaft und Organisationsform gibt es eine auf bestimmten Konventionen und Regeln basierende Machtverteilung. Die Mitgliedschaft zu bestimmten Gruppen, Zugang zu Bereichen in denen Entscheidungen getroffen werden, Vermögen, Position im sozialen Gefüge u.a. entscheiden darüber, welche Formen von Macht durch wen und über wen ausgeübt werden können.
Alles in allem ist das wirklich ein sehr spannendes Thema das sich durch alle soziologischen Themen zieht. Ob es nun Wirtschaftswissenschaften oder Psychologie ist…
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